11.04.2019

Erdgas jetzt kaufen ? Wir meinen ja

Autor:  Urs Neuhöffer

Wir sehen bei Erdgas nach Risiko-/Chancenbewertung eine klare Kaufempfehlung. Denn der Marktpreis hat sich nach den unsäglichen Preisspitzen im Herbst / Winter letzten Jahres auf ein mittlerweile erfreuliches Niveau abgesenkt. 

Aber auch wenn die gegenwärtig hohen Speicherfüllstände oder das milde Wetter zunächst für einen Preisdruck bei kurzfristigen Beschaffungen (mit Lieferung in den nächsten Monaten) sorgen können, gibt es auch gute Gründe, jetzt für die nächsten Jahre einzukaufen. Zum einen läuft der Transitvertrag für russisches Erdgas mit der Ukraine Ende des Jahres aus. Das kann für Unsicherheit sorgen und damit Risikoaufschläge mit sich bringen, je näher der Termin rückt. Zum anderen werden die Gaspreise weltweit perspektivisch Zug-um-Zug mit der Abschaltung von Kohlekraftwerken ansteigen. Denn der perspektivische Ausstieg aus der Kohleverbrennung zur Stromerzeugung passiert nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, vor allem in China. 

Fazit:

Wir meinen daher, getreu dem Motto „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ jetzt – je nach gewähltem Beschaffungsmodell - mindestens einen Teil des zukünftigen Gasbedarfs langfristig eindecken. 

Auf Wunsch begleiten wir Sie bei der nächsten Gasbeschaffung -> von der Modellauswahl über die Lieferantenbewertung bis zur Ausschreibung.

Mehr erfahren: Direkt zu Energiebeschaffung wechseln.


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11.04.2019

Strombeschaffung - Preisanstieg CO2 im Auge behalten !

Autor:  Urs Neuhöffer

Heute möchten wir Ihnen noch eine Informationen zu einem anderen wichtigen Punkt geben:  Sofern Sie im diesem Jahr noch Strom beschaffen für die Folgejahre 2020 oder später, dann behalten Sie die Entwicklung der CO2-Zertifikate im Auge. Steigt der CO2-Preis, so steigen i.d.R. auch die Börsennotierungen für Strom. Grob gesagt um 30 Cent je 10 EUR Zertifikatspreis. Denn die Betreiber thermischer Kraftwerke (Kohle, Gas, Öl) müssen diese Verschmutzungszertifikate für ihren Kraftwerksbetrieb kaufen und einkalkulieren. So wirken Teuerungen bei den CO2-Zertifikaten mit einem gewissen Verzögerungseffekt mittelfristig auf den Strompreis ein. Und seit dem Tief Ende Februar mit knapp 19 EUR / to sind die Kurse auf mittlerweile über 24 EUR / to gestiegen. Und wer die aufgeregte Diskussion um die Auswirkungen der CO2-Emissionen verfolgt, dem schwant bereits, dass die Forderungen nach deutlichen höheren Zertifikatspreisen möglicherweise bald politisch-gesellschaftlicher Konsens werden. So berichtete das Umweltbundesamt Ende 2018 von Folgekosten je emittierter Tonne CO2 von 180 EUR. 

Teile der Bewegung Fridays for Future hat diesen Wert direkt als Forderung aufgenommen. Auch wenn 180 EUR utopisch erscheinen, sind weitere Preissteigerung in Sicht: Denn viele Experten sind sich einig, dass die Steuerungseffekte der CO2-Zertifikate erst jenseit von 50 EUR / to eintreten. 

Und auch die EU-Kommission tut ihr übriges: Mit der Reform ab 2021 wird die Gesamtmenge an erlaubten Emissionen zwischen 2021 und 2030 jährlich um 2,2 Prozent sinken. Zusätzlich werden über zwei Milliarden Zertifikate in einer sog. Marktstabilitätsreserve  zwischengeparkt und können auch endgültig aus dem Markt genommen werden. Ziel dieser künstlichen Verknappungist es, dass die Preise weiter steigen. Die neuen Regeln treten ab dem Jahr 2021 in Kraft. 

Den Strompreis sicher im Blick haben Sie übrigens mit dem HPFC-Preismonitoring, der Höchst- und Zielpreise automatisch im Hintergrund für Sie überwacht. Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten für Ihr Unternehmen.


Fazit

Die Höhe der CO2-Zertifikate bedingen in der Stromerzeugung thermischer Kraftwerke einen hohen Anteil am Stromgestehungspreis. Die aktuelle Diskussion über die Höhe der Verschutzungsrechte ist hitzig und der Ausgang offen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die CO2-Preise kurz- und mittelfristig steigen, ist aber gegeben. Nicht zuletzt die regulatorische Verknappung seitens der EU führt zu engeren Märkten und entsprechenden Aufwärtsdruck.


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